Finanzierung und Direktkredite

Das Finanzierungsmodell zur Schaffung von günstigem, solidarischem und selbstverwaltetem Wohn- und Arbeitsraum bilden eine Mischung aus Privat- (/Direkt-) und Bankdarlehen, ganz nach dem Modell des deutschen Mietshäusersyndikats.

Die für einen Bankkredit benötigten Eigenkapitalanteile werden über Direktkredite finanziert. Das hat gleich zwei Vorteile, zum einen können sich Menschen am Projekt unabhängig von der Höhe ihres eigenen Vermögens beteiligen, zum anderen können durch geringere Bankkredite sozialverträgliche Mieten gewährleistet werden.

Die Direktkredite bzw. sogenannte Nachrangdarlehen ermöglichen finanzielle Unabhängigkeit und Spielraum für soziale und kulturelle Projekte. Bankkreditzinsen treiben die Mieten in die Höhe. Zudem stellt die Bank in der Regel nur einen Teil der Investitionskosten zur Verfügung und setzt voraus, dass der andere Teil als Eigenkapital vorhanden ist. Als Ausweg bietet sich der Direktkredit als eine Art Abkürzung an. So kannst du deine Ersparnisse direkt bei unserer Hausbesitz-GmbH anlegen, ohne Umweg über eine Bank, die ihre Kosten und ihren Gewinn bezahlen will. Was wir* dir bieten können, ist die Gewissheit, dass dein Geld für einen sozialen Zweck statt für eine Bank „arbeitet“ und, dass die Verwendung deiner Geldanlage durchwegs transparent abläuft.

Durch die Mieten werden die Kredite getilgt und so wird das Haus nach und nach vergemeinschaftet - dadurch wird der finanzielle Gestaltungsraum größer. Außerdem erlaubt dieser Spielraum auch, Solidarbeiträge für neue Projekte zur Verfügung zu stellen, da wir ja wollen, dass das Netzwerk an Hausprojekten wächst.

Wir* sehen „Die Brennnessel“ als kleinen Beitrag, kapitalistische Machtverhältnisse aufzubrechen und um eine lebenswertere Gesellschaft zu gestalten.

Wenn du Interesse hast uns mit einem Direktkredit zu unterstützen, dann melde dich bei uns unter: brennnessel@riseup.net